Kommunikation verbessern

Kommunikation verbessern

Missverständnisse sind ganz normal

„Wir verstehen uns einfach nicht (mehr)!“ Diesen Satz höre ich oft in meinen Sitzungen. Komisch, wir sprechen doch dieselbe Sprache. Wie kommt es also, dass wir uns so oft nicht verstehen? Dabei ist es, etwas provokant gesagt, wahrscheinlicher sich misszuverstehen als umgekehrt.

Einige der vielen „Fallstricke“ beim Miteinander Reden: Monolog statt Dialog

Kommunikation kommt vom lateinischen Verb „communicare“ und bedeutet „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen, gemeinsam machen, vereinigen“. Ah, ich höre den ersten Groschen schon fallen! Genau, Kommunikation ist etwas Gemeinsames. Doch oftmals machen wir aus einem Dialog einen Monolog. Und ärgern uns, dass das Gegenüber gar nichts beiträgt.

Unterschiedliche Vorstellungen

Ein weiterer Grund häufiger Missverständnisse besteht darin, dass wir zwar dieselben Wörter verwenden, jeder jedoch eine individuelle Vorstellung der Begriffe hat. So denkt jemand bei dem Begriff Tisch vielleicht an einen rechteckigen Tisch, der andere jedoch an einen runden. Schon reden sie aneinander vorbei, ohne es zu merken. Und dann stellen Sie sich mal vor, wie viele unterschiedliche Vorstellungen es zu abstrakten Begriffen wie Freiheit, Zuverlässigkeit, Liebe, Zärtlichkeit, True, Untreue, etc. gibt.

„Was willst du eigentlich?“

Manchmal eine sehr berechtigte Frage. Denn oft reden wir drauflos, ohne uns vorher zu überlegen, was wir vom anderen wollen. Oder wir sagen nur was wir nicht wollen. Oder wir bleiben zu unkonkret, siehe oben: „Ich möchte, dass du etwas zärtlicher bist.“ Oder wir kommen vom Hundertsten ins Tausendste – und überfordern unser Gegenüber damit gnadenlos.

„Das höre ich mir nicht mehr länger an!“

Ups! Das ist dann wohl schiefgelaufen! Kein Mensch hört gerne nur Vorwürfe und Anklagen. Doch wir verhalten uns oft nach dem Motto „Nicht geschimpft ist schon gelobt genug“ und sagen nur, was uns stört. Und das, was uns gefällt, was wir mögen, behalten wir für uns. Ein häufig vererbtes Kommunikationsmuster. Kein Wunder, dass der Andere irgendwann dichtmacht. Vor allem dann, wenn die Wortwahl verallgemeinernd oder verletzend und der Ton laut und feindselig ist. Ab diesem Punkt eskalieren die Streitigkeiten oft.

„Das stimmt doch gar nicht!“ „Das habe ich nicht gesagt!“ „So war das nicht gemeint!“

Wir Menschen als vernunftbegabte Wesen analysieren und interpretieren uns und unsere Umwelt ständig. Das ist gut so und hilft uns, uns in der Welt zurechtzufinden. Weniger hilfreich ist es, wenn wir der Überzeugung sind, dass unsere Interpretationen, die ja auf der Grundlage unserer sehr subjektiven Wahrnehmung entstehen, eine allgemeingültige Wahrheit darstellen. Dann unterliegen wir schnell der Versuchung, dem Anderen unsere Interpretation seines Verhaltens oder seiner Worte „unterzujubeln“. Und wundern uns, wenn der Andere vehement abstreitet. Und schon ist der schönste „Ich habe recht“-Streit im Gang. Nein –Doch – Nein – Doch. Und kein Ende in Sicht.

Nachfragen hilft

Anstatt zu interpretieren und zu glauben, Sie wüssten ganz genau, was oder wie es der Andere meint: Fragen Sie lieber nach. Sie signalisieren Interesse („Es ist mir wichtig, dich wirklich zu verstehen“), und Sie minimieren das Risiko von Missverständnissen.

Gelingende Kommunikation will gelernt sein

Genauso wenig, wie wir in der Schule etwas über gelingende Beziehungen lernen (leider!), lernen wir fast nichts über gelingende Kommunikation. Und doch ist sie so lebenswichtig, denn sie entscheidet über Gelingen oder Misslingen all der Situationen, in denen wir mit anderen in Kontakt treten. Mit nur ein paar Regeln können Sie Ihre kommunikativen Kompetenzen enorm erweitern, und investieren dadurch direkt in den Erfolg zukünftiger Gesprächssituationen.
Ich freue mich darauf, mit Ihnen zusammen an einem der spannendsten Themen überhaupt zu arbeiten!

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